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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Dokumentarfilm zeigt die erstmalige erfolgreiche Behandlung einer Jugendlichen mit der schweren Autoimmunkrankheit juvenile systemische Sklerose

Ein Mädchen tritt vor die Kamera, um über ihre schwere Autoimmunerkrankung zu berichten und damit anderen Kindern und Jugendlichen Mut zu machen: Im Alter von 14 Jahren wurde die Patientin in die Pädiatrische Rheumatologie der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen aufgenommen und dort von Oberarzt Dr. Tobias Krickau behandelt. Die Teenagerin litt damals, 2023, bereits seit mehreren Jahren an der juvenilen systemischen Sklerose, einer sehr seltenen chronisch-entzündlichen Autoimmunerkrankung, die die Haut verhärten lässt, Muskel- und Gelenkschmerzen auslöst und auch die Organe angreift. „Die Patientin wies bei der Aufnahme bereits schwere Beeinträchtigungen der Fingerfunktionen sowie die typische Raynaud-Symptomatik auf – also eine Durchblutungsstörung der Finger“, berichtet Dr. Krickau. „Trotz einer umfassenden und auch ausgeschöpften Immunsuppression einschließlich hochdosierter Chemotherapeutika schritt die Krankheit voran. Wir mussten zunehmende Beeinträchtigungen der Herz- und Lungenfunktion feststellen.“ Das interdisziplinäre Team des Uniklinikums Erlangen entschied sich für eine CAR-T-Zell-Therapie, die bisher nur bei Erwachsenen mit dieser Erkrankung angewendet worden war. Der berührende Kurzfilm „Die juvenile systemische Sklerose auf dem Weg zur Remission“ des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen dokumentiert, wie schnell und erfolgreich die Behandlung anschlug, die weltweit erstmals bei einer Minderjährigen mit dieser seltenen Erkrankung eingesetzt wurde.

Bergkirchweih-Aktion für junge Patientinnen und Patienten

„Das ist eine ärztliche Verordnung zum Lebkuchenherzen verzieren!“, sagte Iris Hoseus, Erzieherin in der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen, lachend. Und schon ging es los: Kinderhände griffen zu Zuckerguss, bunten Streuseln sowie essbaren Perlen und schmückten damit die vorgeformten Lebkuchenteilchen. Wer wollte, konnte sich Glitzertattoos schminken lassen oder beim Entenangeln Geschicklichkeit beweisen. Mit einer Bergkirchweih-Aktion brachte das Erzieherinnenteam für einen Nachmittag fröhliche Bergstimmung in das Foyer der Kinderklinik und zauberte den jungen Patientinnen und Patienten ein Lachen ins Gesicht. Finanziell unterstützt wurde die Aktion vom Verein „Toy Run – Träume für kranke Kinder Erlangen“.

Kirchengemeinde spendet 67 liebevoll genähte Herzkissen an die Erlanger Frauenklinik

67-mal zeichneten Heidi Zink, Andrea Auras und Birgit Risner das Schnittmuster auf Baumwollstoffe, führten Scheren durch bunte Muster und ließen die Nähmaschinen taktvoll surren. In gemeinsamer Handarbeit der Frauenhilfsvereinigung der Kirchengemeinde Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage entstanden so liebevoll gefertigte Herzkissen, die jetzt Brustkrebspatientinnen der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen zugutekommen. Dr. Katharina Seitz, stellvertretende Oberärztin der Frauenklinik, und Physiotherapeut Mario Witter nahmen die Kissen im Namen der behandelten Frauen entgegen und bedankten sich herzlich für das Engagement.

Chronisch-entzündliche Hauterkrankung im Fokus – Vorträge am 2. Juni 2026

Die Hidradenitis suppurativa, auch Akne inversa genannt, ist eine schmerzhafte, chronisch verlaufende Hauterkrankung, die Betroffene häufig stark belastet – körperlich wie psychisch. Die Hautklinik und das Deutsche Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen laden deshalb am 2. Juni 2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr, zu einer Patientenveranstaltung ein. In Vorträgen informieren Prof. Dr. Wiebke Sondermann, stellvertretende Direktorin der Hautklinik, Oberarzt Prof. Dr. Michael Sticherling und Funktionsoberarzt Dr. Lukas Sollfrank über den aktuellen Stand der Medizin, Therapieoptionen sowie Möglichkeiten zur Selbsthilfe. Eingeladen sind Patientinnen und Patienten, ebenso wie Angehörige und andere Interessierte. Veranstaltungsort ist der große Hörsaal der Hörsäle Medizin im Ulmenweg 18 in Erlangen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Manfred-Roth-Stiftung fördert internationalen Austausch von Forschenden

Medizinische Forschung findet nicht ausschließlich in Labor und Klinik statt, sondern lebt auch vom Austausch der Forschenden untereinander. Solche gegenseitigen Denkanstöße fördert nun die Manfred-Roth-Stiftung: Sie unterstützt das Programm des FAU Profilzentrums Immunmedizin (FAU I-MED) mit 20.000 Euro. FAU I-MED vereint über 100 immunologische Forschungsgruppen des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). „Die Spende erlaubt es uns, in den kommenden fünf Jahren weiterhin renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland nach Erlangen zum Vortrag und zum Gedankenaustausch einzuladen“, sagt Prof. Dr. Christian Bogdan, Vorsitzender von FAU I-MED und Direktor des Mikrobiologischen Instituts – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene des Uniklinikums Erlangen.

Nachwuchswissenschaftlerin der Psychiatrie ausgezeichnet

Die Nachwuchswissenschaftlerin Zora Schickardt wurde auf dem sechsten gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie e. V. (DGBP) und der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie e. V. (AGNP) mit dem ersten Preis des DGBP-Posterwettbewerbs ausgezeichnet. Prämiert wurde das Poster zu ihrer Doktorarbeit, in der sie ein innovatives humanes Zellmodell der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) entwickelt hat, das zentrale krankheitsrelevante Veränderungen in induzierten humanen Nervenzellen abbildet. Zora Schickardt ist seit 1. Mai 2026 in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Uniklinikums Erlangen in der Arbeitsgruppe von Klinikdirektorin Prof. Dr. Sarah Kittel-Schneider tätig.

13,5 Millionen Euro für Erforschung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen

Über die zweite Verlängerung kann sich der Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TRR) 241 „Immun-Epitheliale Signalwege bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“ freuen. Für die dritte Förderperiode bis 2030 stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft insgesamt ca. 13,5 Millionen Euro bereit, rund 7 Millionen Euro davon gehen an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und das Uniklinikum Erlangen. Gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin forschen Erlanger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Medizin und Biotechnologie daran, das Zusammenspiel von Schleimhaut- und Immunzellen im Darm besser zu verstehen und wirksamere Therapiemethoden bei chronischen Entzündungen zu entwickeln.

Bürgervorlesung am 18. Mai 2026 informiert über Lebendspenden

Eine starre Altersgrenze gibt es bei Organspenden nicht. Viel entscheidender als das Alter ist der Gesundheitszustand der potenziellen Spenderinnen und Spender, auch ältere Menschen können dafür in Frage kommen. In seinem Bürgervortrag erklärt Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uniklinikums Erlangen, nach welchen medizinischen Kriterien die Entscheidung für eine Lebendspende getroffen wird. Im Rahmen seiner Bürgervorlesung „Organspende – eine Frage des Alters?“ am Montag, 18. Mai 2026, ab 18.15 Uhr spricht Prof. Schiffer außerdem über den großen Bedarf an Spenderorganen, erläutert aktuelle Transplantationszahlen und gibt einen Einblick in die Abläufe rund um eine Organspende.

Moritz Trieb erhält Wolfgang-Müller-Osten-Stipendium

Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht Moritz Trieb, Arzt der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, die ethische Bedeutung von Social Media für ästhetisch-plastische Eingriffe. Im Mittelpunkt steht dabei der Einfluss digitaler Plattformen wie Instagram und TikTok auf Schönheitsideale, auf die Erwartungen von Patientinnen und Patienten sowie auf die ärztliche Indikationsstellung und Aufklärung. Dafür wurde Moritz Trieb jetzt im Rahmen des Deutschen Chirurgie-Kongresses 2026 mit dem Wolfgang-Müller-Osten-Stipendium ausgezeichnet.

Prof. Dr. Dr. Florian Rosar ist neuer Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik

Seit 1. Mai 2026 ist Prof. Dr. Dr. Florian Rosar neuer Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. Er folgt auf Prof. Dr. Torsten Kuwert, der die Klinik seit 1998 leitete. Bis zu seinem Wechsel nach Erlangen war Florian Rosar stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

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