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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Neue Impfstoffe sollen bis 2020 am Menschen getestet werden

Weltweit leben 36,9 Millionen Menschen mit HIV, dem Humanen Immundefizienz-Virus, aus dem sich die Immunschwächekrankheit Aids entwickelt. Rund 1,8 Millionen HIV-Infizierte kamen allein im Jahr 2016 dazu. In Deutschland sind 88.400 Menschen mit dem Virus infiziert, in Bayern sind es mehr als 11.700 "Aids ist immer noch nicht heilbar und erfordert eine Therapie bis zum Lebensende", erklärt Prof. Dr. Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen, anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2018. Weil lebenslange HIV-Therapien, die 15.000 Euro jährlich kosten, in vielen Regionen der Welt kaum finanzierbar sind, haben HIV-Impfstoffe eine große Bedeutung.

Erlanger Forscher finden neuen antiviralen Mechanismus gegen Herpesviren

Werden wir von einem Virus infiziert, erkennt unser Körper diesen Angriff und startet eine ganze Kaskade von Abwehrreaktionen. Eine Forschergruppe um Dr. Florian Full und Prof. Dr. Armin Ensser vom Virologischen Institut (Direktor: Prof. Dr. Klaus Überla) des Universitätsklinikums Erlangen entdeckte in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Chicago in den USA jetzt eine neue Abwehrreaktion gegen Herpesviren. "Unsere Ergebnisse beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus des Körpers zur Abwehr von Herpesviren", sagt Dr. Full. Die Arbeit wurde in der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift "Nature Microbiology" publiziert.

Forschergruppe wies Virus bei Patienten mit Gehirnentzündung nach

Das von Erkrankungen bei Pferden und Schafen bekannte klassische Bornavirus (BoDV-1) kann auch bei gesunden Menschen tödliche Gehirnentzündungen auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe um Prof. Dr. Armin Ensser vom Virologischen Institut (Direktor: Prof. Dr. Klaus Überla) des Universitätsklinikums Erlangen in einer jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlichten Arbeit. „Die von uns untersuchten tödlichen Krankheitsfälle zeigten das Krankheitsbild einer schweren Gehirnentzündung, die eindeutig von einer Bornavirus-Infektion ausgelöst wurde“, sagt Prof. Ensser.

Dr. Andrea Thoma-Kreß erhielt 80.000-€-Forschungsstipendium der Boehringer Ingelheim Stiftung

Für die Untersuchung eines neuen positiven Rückkopplungsmechanismus bei der Tumorentstehung durch Viren erhielt die Diplom-Molekularmedizinerin und Leiterin der Arbeitsgruppe "Humanes T-Zell-Leukämie-Virus und Adulte T-Zell-Leukämie" am Virologischen Institut - Klinische und Molekulare Virologie (Di­rektor: Prof. Dr. Klaus Überla) des Universitätsklinikums Erlangen, Dr. Andrea Thoma-Kreß, jetzt den "Exploration Grant" der Boehringer Ingelheim Stiftung. Das Forschungsstipendium ist mit rund 80.000 € dotiert.

Erlanger Forscher erproben neue Angriffspunkte für die Bekämpfung des Zytomegalie-Virus

Das Zytomegalie-Virus ist ein Herpesvirus, das bei gesunden Menschen nur relativ geringe Beschwerden wie Fieber, Lymphknotenschwellung oder Kopfweh verursacht. Für Personen mit geschwächtem Immunsystem, etwa für Krebspatienten, ist es jedoch lebensbedrohlich. Auch für Schwangere ist eine Infektion ein ernst zu nehmendes Problem: In ca. 15 Prozent der Fälle zeigen die infizierten Neugeborenen Krankheitssymptome, wovon 10 bis 20 Prozent versterben und ein hoher Anteil unter Folgeschäden, darunter sehr häufig an Taubheit, leidet. Bislang gibt es weder eine Impfung gegen das Virus noch ein zufriedenstellendes Medikament für den Einsatz bei Schwangeren. Dies wollen Forscher des Universitätsklinikums Erlangen und der FAU Erlangen-Nürnberg ändern.

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