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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Bürgervorlesung am 18. Mai 2026 informiert über Lebendspenden

Eine starre Altersgrenze gibt es bei Organspenden nicht. Viel entscheidender als das Alter ist der Gesundheitszustand der potenziellen Spenderinnen und Spender, auch ältere Menschen können dafür in Frage kommen. In seinem Bürgervortrag erklärt Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uniklinikums Erlangen, nach welchen medizinischen Kriterien die Entscheidung für eine Lebendspende getroffen wird. Im Rahmen seiner Bürgervorlesung „Organspende – eine Frage des Alters?“ am Montag, 18. Mai 2026, ab 18.15 Uhr spricht Prof. Schiffer außerdem über den großen Bedarf an Spenderorganen, erläutert aktuelle Transplantationszahlen und gibt einen Einblick in die Abläufe rund um eine Organspende.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt Forschungsprojekt zu häufiger Spätkomplikation bei Stammzelltransplantationen mit 21.100 Euro

Bei rund der Hälfte aller Patientinnen und Patienten, die eine körperfremde Stammzelltransplantation erhalten – etwa zur Behandlung einer akuten Leukämie –, tritt nach der Gabe eine chronische Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD) auf. Dabei handelt es sich um eine Spätkomplikation, bei der die transplantierten Spenderimmunzellen gesundes Gewebe der Empfängerin oder des Empfängers angreifen. Obwohl diese Erkrankung in der Regel gut behandelbar ist, schränkt sie die Lebensqualität oft erheblich ein. Daher möchte nun ein Forschungsteam um Prof. Dr. Silvia Spörl, Oberärztin der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen, im Rahmen des Projekts „Funktionelle Heterogenität pathogener T-Zell-Subpopulationen bei der chronischen Graft-versus-Host-Reaktion“ die zugrunde liegenden Mechanismen genauer untersuchen. „Langfristig könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Risikopatientinnen und -patienten frühzeitig zu identifizieren, die Erkrankung gezielter zu behandeln oder ihren Ausbruch zu verhindern“, erläutert Isabel Sandner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektteam. Die Fürther Manfred-Roth-Stiftung unterstützt das Forschungsvorhaben jetzt mit 21.100 Euro zugunsten der Forschungsstiftung Medizin am Uniklinikum Erlangen. Dank des Matching-Funds-Programms stockt das Uniklinikum Erlangen die Spende auf insgesamt 26.586 Euro auf.

Bürgervorlesung am 11. Mai 2026 informiert über moderne Krebstherapien im Kopf-Hals-Bereich

OP, Bestrahlung, Chemotherapie: Die Therapie fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumoren ist komplex und stellt Betroffene vor große körperliche und seelische Herausforderungen. Neue Behandlungsansätze wie die perioperative Immuntherapie eröffnen hier zusätzliche Möglichkeiten, die körpereigene Abwehr im Kampf gegen den Krebs zu aktivieren. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Für welche Patientinnen und Patienten kommt eine Immuntherapie infrage? Hat sie das Potenzial, das Überleben zu verlängern und damit bisherige Behandlungsansätze grundlegend zu verändern? Diesen Fragen widmet sich die Bürgervorlesung „Perioperative Immuntherapie – neuer Behandlungsstandard bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren?“ am Montag, 11. Mai 2026. Prof. Dr. Dr. Manuel Weber, stellvertretender Direktor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik, PD Dr. Marlen Haderlein, Oberärztin der Strahlenklinik, und PD Dr. Robin Rupp, Oberarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen, geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin und zeigen auf, wie innovative Immuntherapien vor und nach einer Operation eingesetzt werden können.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt interdisziplinäres Forschungsprojekt für eine frühe Diagnostik von Organabstoßungen

Mit einer Fördersumme von 32.000 Euro unterstützt die Fürther Manfred-Roth-Stiftung ein interdisziplinäres Forschungsprojekt des Uniklinikums Erlangen, das die Lebensqualität von organtransplantierten Kindern und Jugendlichen verbessern soll. „Wir wollen eine Diagnostik entwickeln, die eine potenzielle Abstoßung des Spenderorgans bereits frühzeitig erkennt, sodass die Dosis der lebenslang einzunehmenden immununterdrückenden Medikamente reduziert werden kann“, erläutert Projektleiter Dr. Andreas Limmer. Der Biologe und Arbeitsgruppenleiter der Herzchirurgischen Klinik erarbeitet diesen neuen Forschungsansatz gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten sowie einem weiteren Biologen in verschiedenen Bereichen des Uniklinikums Erlangen. Beteiligt sind neben der Herzchirurgie Forschende der Kinder- und Jugendklinik und der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie sowie des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg. „Unser langfristiges Ziel ist es, am Uniklinikum eine interdisziplinäre Forschungsgruppe für Transplantationswissenschaft zu initiieren“, betont Dr. Limmer. Die 32.000-Euro-Spende an die Forschungsstiftung Medizin stockt das Uniklinikum Erlangen im Rahmen seines Matching-Funds-Programms auf insgesamt 40.320 Euro auf.

Bürgervorlesung am 4. Mai 2026 informiert über Intensivversorgung und die Zeit danach

Die schwere Krankheit ist überstanden, die Beatmungsschläuche sind ab. Jetzt wünschen sich die meisten Betroffenen: raus aus der Klinik und rein in den Alltag. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn lebensrettende Maßnahmen und eine Behandlung auf der Intensivstation muten dem Organismus viel zu. Auch nach der Krankenhausentlassung können sich Patientinnen und Patienten deshalb noch schwach und erschöpft fühlen; vielleicht stellen sie auch Atemprobleme, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen oder Ängste fest. Wie all dem bestmöglich begegnet werden kann, erfahren Interessierte am Montag, 4. Mai 2026, in der Bürgervorlesung „Von der Intensivstation zurück ins Leben“. Darin erläutern Prof. Dr. Roland C. E. Francis, Direktor der Anästhesiologischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, und Oberarzt Dr. Alexander Hunsicker, wie die Rückkehr in die Normalität bestmöglich gelingt. Welche Weichen können schon vor einer großen Operation gestellt werden? Welche neuen schonenden Therapien und Verfahren gibt es in der Intensivmedizin, etwa bei der Beatmung? Inwiefern fördern Reha- und Nachsorgekonzepte die Genesung und wie können Angehörige den gesamten Prozess unterstützen?

Bürgervorlesung am 27.04.2026 informiert über Gewebeveränderungen der Schilddrüse

Je älter wir werden, desto häufiger haben wir sie: Schilddrüsenknoten. Wird allerdings nicht aktiv nach ihnen gesucht, bleiben sie meist unbemerkt, da sie nur selten Beschwerden verursachen. In 98 Prozent aller Fälle sind die Gewebeveränderungen gutartig. Sind sie jedoch bösartig, haben sie fast immer eine sehr gute Prognose – aber eben nur fast. Sollten Menschen ab einem bestimmten Alter oder mit familiärer Vorbelastung also ihre Schilddrüse auf Knoten untersuchen lassen? Oder was ist, wenn bereits Knoten festgestellt wurden? Wie lässt sich zwischen gut- und bösartig unterscheiden? Und: Werden Schilddrüsen zu häufig operiert? In seiner Bürgervorlesung am Montag, 27. April 2026, ab 18.15 Uhr, informiert Prof. Dr. Thomas Kühlein, Direktor des Allgemeinmedizinischen Instituts des Uniklinikums Erlangen, umfassend über das Thema Schilddrüsenknoten. Der Facharzt erläutert anhand der gerade neu erschienenen Leitlinie, was Patientinnen und Patienten zu dem Thema wissen sollten.

Bürgervorlesung am 20.04.2026 informiert über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur COVID-19-Impfung

30. Januar 2020: Die Weltgesundheitsorganisation ruft angesichts des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 eine internationale Gesundheitsnotlage aus. Am 11. März 2020 erklärt sie den Ausbruch zur Pandemie. Binnen eines Jahres entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Impfstoffe gegen die Viruserkrankung COVID-19 – ein Meilenstein der medizinischen Forschung. Heute, fünf Jahre nach Beginn der weltweiten Impfkampagnen, zieht Prof. Dr. Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts – Harald-zur-Hausen-Institut für Virologie des Uniklinikums Erlangen, eine wissenschaftliche Bilanz: In seiner Bürgervorlesung „Fünf Jahre COVID-19-Impfungen – was wissen wir heute?“ am Montag, 20. April 2026, ab 18.15 Uhr, zeigt er auf, wie wichtig die Impfstoffe bis heute sind, welche gesicherten Erkenntnisse zu Wirkungen und Nebenwirkungen vorliegen – und welche Fragen die Forschung weiterhin beschäftigen.

Erster Vortag der neuen Bürgervortragsreihe informiert am 13.04.2026 über geschlechterspezifische Unterschiede bei Herzerkrankungen

Ein drückendes Engegefühl in der Brust, Luftnot und Schweißausbrüche: Das sind klassische Anzeichen eines Herzinfarkts. Doch das Herzleiden kann sich auch anders äußern: Atemnot, Schmerzen im Oberbauch oder Übelkeit. Symptome, die oft mit einer Magen-Darm-Infektion oder anderen harmlosen Ursachen verwechselt werden. Dies ist bei Frauen häufiger als bei Männern. Und statt schnell den Notruf zu wählen, wird in vielen Fällen abgewartet – dabei zählt jetzt jede Sekunde. In der Bürgervorlesung „Herzerkrankungen bei Frauen und bei Männern – gibt es Unterschiede?“ erläutert Prof. Dr. Stephan Achenbach, Direktor der Medizinischen Klinik 2 – Kardiologie und Angiologie des Uniklinikums Erlangen, wie sich Herzerkrankungen bei Männern und Frauen unterscheiden und was bei einer geschlechtersensiblen Behandlung zu beachten ist. Die Veranstaltung findet am Montag, 13. April 2026, ab 18.15 Uhr statt und steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Damit macht Prof. Achenbach, der auch Vorstandsvorsitzender der Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen ist, traditionell den Auftakt zu einer neuen Bürgervortragsreihe. Im Sommersemester 2026 erwarten die Zuhörenden insgesamt 13 interessante Themen.

„Foundation for Sustainable Healthcare“ fördert medizinisch-wissenschaftliche Projekte mit Bezug „Nachhaltigkeit in der Medizin“

Siemens Healthineers wird über die nächsten fünf Jahre mit der neuen Namensstiftung „Foundation for Sustainable Healthcare“ die Forschung am Uniklinikum Erlangen mit einer Zuwendung von 250.000 Euro unterstützen. Unter dem Dach der bestehenden Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen sollen so medizinisch-wissenschaftliche Projekte mit einem Bezug zum Themenkomplex „Nachhaltigkeit in der Medizin“ gefördert werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute am Uniklinikum Erlangen unterzeichnet. Dank des Matching-Funds-Programms des Uniklinikums Erlangen und der Mitfinanzierung der Forschungsstiftung Medizin kann die Summe auf insgesamt 350.000 Euro aufgestockt werden. Alle wissenschaftlich tätigen Personen am Uniklinikum Erlangen können sich im Rahmen jährlicher Ausschreibungen für eine Förderung in Höhe von jeweils 70.000 Euro bewerben.

Studie des Uniklinikums Erlangen und der FAU bahnt den Weg zur Kryokonservierung von neuronalem Gewebe

Forschenden des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und ist es gelungen, Gehirngewebe durch extreme Tiefkühlung zu konservieren. Nach dem Auftauen begannen die Neurone wieder, elektrische Signale auszutauschen. Das Verfahren könnte beispielsweise genutzt werden, um Hirngewebe haltbar zu machen, das bei Operationen entnommen wurde, um es dann später zu untersuchen. Damit könnte es auch die Entwicklung von Medikamenten erleichtern. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift PNAS.

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