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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Neues DFG-Graduiertenkolleg in Erlangen eingerichtet

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab Januar 2022 für zunächst viereinhalb Jahre ein neues Graduiertenkolleg (GRK) am Universitätsklinikum Erlangen und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen der Frage nach, welche Mikromilieufaktoren im Gewebe für die antimikrobielle Abwehr und das Überleben von Infektionserregern bedeutsam sind.

Immunantwort stärker als nach zweimaliger Impfung mit AstraZeneca-Vakzin – Erlanger Expertinnen und Experten an weltweit größter Studie beteiligt

Aus Sicherheitsgründen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), dass unter 60-Jährige, die initial eine COVID-19-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca erhalten haben, bei ihrem zweiten Termin einen mRNA-Impfstoff verabreicht bekommen. Bisher lagen allerdings kaum Daten vor, wie gut der menschliche Organismus auf eine solche Kreuzimpfung mit der Bildung von Antikörpern reagiert. Deshalb haben Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Erlangen, der Technischen Universität München (TUM), des Helmholtz Zentrums München und des Universitätsklinikums Köln diese Immunreaktion nun im Rahmen einer retrospektiven Studie wissenschaftlich überprüft. Untersucht wurde das Blut von rund 500 Probandinnen und Probanden, die neun Wochen nach ihrer ersten COVID-19-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca eine zweite Impfung mit dem mRNA-Vakzin von BioNTech/Pfizer erhalten hatten. Fazit: Die neutralisierende Antikörperantwort war bei diesen Probandinnen und Probanden sehr viel stärker ausgeprägt als bei Menschen, die zweimal das Vakzin von AstraZeneca bekamen. Die Immunreaktion auf die Kreuzimpfung zeigte sich als mindestens genauso gut wie die Antikörperantwort nach zwei Impfungen mit dem mRNA-Vakzin von BioNTech/Pfizer. Die Studienergebnisse wurden nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht.

Erlanger Mikrobiologe und Immunologe erhält 2,2 Mio. Euro Förderung für eine BMBF-Nachwuchsgruppe in der Infektionsforschung

Mikrobielle Resistenz ist zu einem der wichtigsten Gesundheitsprobleme weltweit geworden. Versuche, neue oder verbesserte antimikrobielle Chemotherapeutika zu entwickeln, waren bisher nur begrenzt erfolgreich. Die natürliche erworbene Immunität des Menschen gegenüber Krankheitserregern hat sich über Millionen von Jahren entwickelt. Entsprechend hat sich der therapeutische Transfer von natürlichen Immunzellen (sog. T-Zellen) zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten in klinischen Studien als sicher und wirksam erwiesen, und zwar auch dann, wenn herkömmliche Medikamente versagen. Durch genetisches Engineering ist es heute möglich, T-Zelltherapeutika noch vielseitiger anwendbar zu machen, aber dies hat bisher zugleich tiefgreifende Veränderungen der Physiologie der Zellen zur Folge. Eine neue Nachwuchsgruppe – geleitet von Dr. Kilian Schober am Mikrobiologischen Institut – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Direktor: Prof. Dr. Christian Bogdan) des Universitätsklinikums Erlangen – hat nun zum Ziel, T-Zellen für die Therapie von Infektionserkrankungen so zu optimieren, dass dabei ihre natürliche Funktionalität weitgehend erhalten bleibt (Physiological Advanced Genetically Engineered T cells – AGEnTs). Durch die Kombination der Vorteile von physiologischer Immunität und Zell-Engineering sollen dadurch Therapien für Patientinnen und Patienten mit Infektionserkrankungen entwickelt werden, bei denen herkömmliche Medikamente nicht oder nicht mehr wirken können. Die Nachwuchsgruppe wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 2,2 Millionen Euro über…

Erlanger Mikrobiologen erhalten 270.000 Euro Förderung für ein innovatives Forschungsprojekt über eine verbesserte Immunabwehr

Als Immunzellen schützen T-Zellen den menschlichen Organismus vor Infektionen und Krebserkrankungen. Ein Proteinkomplex, der auf ihrer Zelloberfläche verankert ist, der sogenannte T-Zell-Rezeptor, sorgt dafür, dass die T-Zelle vor allem körperfremden Antigenen zugewiesen wird und so in der Regel Autoimmunreaktionen verhindert werden. Da der menschliche Körper Milliarden unterschiedlicher TZRs beherbergt, ist die Zuordnung des richtigen T-Zell-Rezeptors und seines spezifischen Antigens für Wissenschaftler eine große Herausforderung. Unter der Leitung von Dr. Kilian Schober will eine Forschergruppe am Mikrobiologischen Institut – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Direktor: Prof. Dr. Christian Bogdan) des Universitätsklinikums Erlangen jetzt die Heterogenität der T-Zell-Rezeptoren entschlüsseln. Dazu kartografieren die Mikrobiologen mithilfe von künstlicher Intelligenz T-Zell-Populationen, die nach einer Impfung gegen das Gelbfiebervirus entstehen. Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung wird das Forschungsprojekt mit einer Fördersumme in Höhe von 270.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützen.

Erlanger Experten stehen Rede und Antwort beim Zoom-Bürger*innenforum am 13.02.2021

Das Universitätsklinikum Erlangen lädt gemeinsam mit den Erlanger Nachrichten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am kommenden Samstag, 13.02.2021, zum virtuellen SARS-CoV-2-Informationsforum über die Kommunikationsplattform „Zoom“ ein. In zwei Themenblöcken stellen Experten aus der Medizinischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg in jeweils zwei 20-minütigen Vorträgen anschaulich aktuellste Forschungsergebnisse und Hintergründe rund um SARS-CoV-2 vor. Erläutert werden, wie sich das Virus und seine Mutanten verbreiten, ob die Krankheit medikamentös abgeschwächt werden kann und wie man sich durch Masken und Impfstoff wirkungsvoll schützt. Anschließend können Fragen an die Experten gestellt werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Christoph Benesch aus der Redaktionsleitung der Erlanger Nachrichten. Interessierte können sich ab 10.00 Uhr über einen Einwahllink unter www.uk-erlangen.de mit ihrem PC, Tablet oder Smartphone in die Veranstaltung einschalten.

Mit der Spende der Manfred-Roth-Stiftung wollen Erlanger Mikrobiologen ein neues Gerät anschaffen

Bevor ein Impfstoff zugelassen und eingesetzt werden kann, muss nicht nur seine Sicherheit, sondern auch seine Wirksamkeit in strengen klinischen Prüfungen belegt werden. Die Vakzine wirkt, wenn sich im Blut eines Geimpften Antikörper oder eine T-Zell-Antwort gegen einen Erreger finden. „Was dabei aber auf der Ebene einzelner Zellen passiert, wissen wir heute noch nicht genau“, sagt Prof. Dr. Christian Bogdan, Direktor des Mikrobiologischen Instituts – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene des Universitätsklinikums Erlangen. Dank einer Spende in Höhe von 65.000 Euro von der Manfred-Roth-Stiftung (Vorstandsvorsitzender: Dr. Wilhelm Polster) kann in der Erlanger Mikrobiologie jetzt ein hochmodernes neues Gerät angeschafft werden, das diese Frage klären soll: Was geschieht auf Einzelzellebene? Dank des Matching-Funds-Programms der Forschungsstiftung Medizin (Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Werner G. Daniel) am Uni-Klinikum Erlangen wird die Spendensumme auf 87.750 Euro aufgestockt.

Krankenhaushygieniker begrüßen Bund-Länder-Beschluss zum Tragen eines definierten Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum

Die Krankenhaushygieniker der bayerischen Universitätsklinika begrüßen den aktuellen Bund-Länder-Beschluss, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften anstelle von undefinierbaren Alltagsmasken neben FFP2-Masken auch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (sogenannte OP-Maske) getragen werden darf: „Der zertifizierte medizinische Mund-Nasen-Schutz ist für die Bürgerinnen und Bürger einfach und sicher anzuwenden, ohne Behinderung der Atmung zu tragen und entfaltet eine völlig ausreichende Schutzwirkung im öffentlichen Raum. Hinzu kommt, dass er deutlich preiswerter ist als eine FFP2-Maske. Gleichzeitig werden die Ressourcen an FFP2-Masken geschont und stehen dort dauerhaft zur Verfügung, wo sie wirklich notwendig sind: als Bestandteil des Arbeitsschutzes in Kliniken und anderen Versorgungseinrichtungen.“ Wären die FFP2-Masken nun in allen Bundesländern verpflichtend eingeführt worden, hätte dies unweigerlich zu einem massiven Versorgungsproblem der Kliniken und anderer Versorgungseinrichtungen geführt.

Zwei Mitglieder der Ständigen Impfkommission kommen aus Erlangen und entscheiden mit über die bundesweite COVID-19-Impfstrategie – Impfstart „wahrscheinlich Anfang 2021“

In der Berufungsperiode von 2020 bis 2023 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut 18 Mitglieder – zwei von ihnen kommen aus dem Universitätsklinikum Erlangen: Prof. Dr. Christian Bogdan, Direktor des Mikrobiologischen Instituts – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, und Prof. Dr. Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts – Klinische und Molekulare Virologie. In der STIKO arbeiten die beiden Erlanger Wissenschaftler mit an einer COVID-19-Impfstrategie für Deutschland. Diese könnte noch in diesem Jahr feststehen.

Erlanger Forschergruppe entdeckt bislang unbekannte Rolle von L-Arginin

Ein Mangel an der Aminosäure L-Arginin im Darm führt zur verstärkten Entzündung der Darmschleimhaut. Zu dieser Erkenntnis kam eine Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jochen Mattner, Professor für Molekulare Mikrobiologie und Infektionsimmunologie am Mikrobiologischen Institut – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Direktor: Prof. Dr. Christian Bogdan) des Universitätsklinikums Erlangen. Gemeinsam mit weiteren Kliniken und Instituten in Erlangen und Regensburg untersuchten die Forscher, wie die Verfügbarkeit einzelner Zwischenprodukte des Stoffwechsels im Darm Entzündungsreaktionen beeinflusst. L-Arginin könnte demnach eine wichtige Rolle bei der Entstehung und beim Verlauf, aber auch bei der Therapie der zwei häufigsten entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa spielen. Ihre Erkenntnisse hat die Forschergruppe nun im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt Forschung zur Rolle des Mikrobioms bei Infektionen und für das Immunsystem

Bakterien, Parasiten und Pilze: Die Wissenschaftler des Mikrobiologischen Instituts – Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Direktor: Prof. Dr. Christian Bogdan) des Universitätsklinikums Erlangen untersuchen, wie es dem Körper gelingt, Infektionskrankheiten abzuwehren. Einen entscheidenden Beitrag zu dieser Abwehr leisten Mikrobiome – komplexe Gesellschaften von Mikroorganismen, mit denen jeder Mensch besiedelt ist. Um diese Mikrobiome noch genauer untersuchen zu können, erhielten Prof. Bogdan und Dr. Roman Gerlach von der Mikrobiologie des Uni-Klinikums Erlangen nun eine Spende in Höhe von 40.000 Euro von der Manfred-Roth-Stiftung. Die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen, vertreten durch Prof. Dr. Werner G. Daniel, stockt den Betrag auf insgesamt 54.000 Euro auf.

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