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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Weltweit größte Studie zur Wirksamkeit von CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankungen veröffentlicht

Für viele Menschen mit schweren Autoimmunerkrankungen ist der Alltag geprägt von Schmerzen, Erschöpfung und der dauerhaften Einnahme von Medikamenten. Erkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, systemische Sklerose oder autoimmune Muskelentzündung begleiten Betroffene meist das ganze Leben. Die Ergebnisse der weltweit bisher größten Studie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen mit CAR-T-Zellen, der am Uniklinikum Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durchgeführten CASTLE-Studie, geben nun Anlass zur Hoffnung: Sie zeigen, dass eine einmalige Infusion von CD19-CAR-T-Zellen diese Autoimmunerkrankungen stoppen kann, ohne dass eine weitere Medikamententherapie notwendig ist. Die Ergebnisse der CASTLE-Studie haben die Forschenden nun im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.

Erster Jahrgang schließt Medizinstudium am Medizincampus Oberfranken ab

Sie sind motiviert, hervorragend ausgebildet – und jetzt auf dem Sprung ins Berufsleben: 23 junge Frauen und Männer haben soeben ihr Medizinstudium der FAU Erlangen-Nürnberg am Medizincampus Oberfranken (MCO) in Bayreuth erfolgreich abgeschlossen. Gestartet sind sie zum Wintersemester 2019/20 in Erlangen. Nach der vorklinischen Ausbildung wechselten die Studierenden im Sommersemester 2022 für ihren klinischen Abschnitt nach Bayreuth. Das Besondere: Sie sind die ersten Absolventinnen bzw. Absolventen im Rahmen dieses wegweisenden Kooperationsprojekts unter Federführung der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Klinikum Bayreuth, dem Uniklinikum Erlangen, den Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken sowie der Universität Bayreuth.

Erlanger Forschende entschlüsseln die Wanderung von Entzündungszellen von der Haut in das Gelenk

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen, die an Schuppenflechte – der sogenannten Psoriasis – leiden, entwickeln im Laufe der Zeit zusätzlich eine schmerzhafte Gelenkentzündung. Die sogenannte Psoriasis-Arthritis kann unbehandelt zu dauerhaften Knochen- und Gelenkschädigungen führen. Warum dieser Übergang bei manchen Patientinnen und Patienten passiert und bei anderen nicht, war bislang ein Rätsel. Ein Forscherteam an der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. med. univ. Georg Schett) des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnte aufklären, welche Zellen von der Haut von Psoriasis-Patientinnen und -Patienten in die Gelenke reisen und wie sie es dort schaffen, eine Entzündung auszulösen. Diese Erkenntnisse liefern neue Ansätze, wie man Psoriasis-Arthritis verhindern kann, bevor sie ausbricht. Seine Ergebnisse hat das Team in Nature Immunology veröffentlicht.

Start des Bayerischen Zentrums für präventive Infektionsmedizin – nachhaltige Stärkung von Forschung, Versorgung und Prävention

Nicht erst seit der Coronapandemie ist klar, wie wichtig präventive Infektionsmedizin ist: Neue Krankheitserreger tauchen auf, und immer mehr Bakterien entwickeln Resistenzen gegen gängige Antibiotika. Um die Bevölkerung besser vor Infektionskrankheiten zu schützen, nimmt in Bayern eine neue wissenschaftliche Einrichtung ihre Arbeit auf: das Bayerische Zentrum für präventive Infektionsmedizin (BZI). Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vernetzt das Zentrum alle sechs bayerischen Universitäten mit Medizinischer Fakultät, darunter Erlangen, Augsburg, München (LMU und TU), Regensburg und Würzburg, sowie die Hochschulmedizin und den öffentlichen Gesundheitsdienst.

Warum Blutfluss kein zuverlässiges Zeichen für den Energiebedarf des Gehirns ist

Seit fast drei Jahrzehnten ist die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) eines der Hauptinstrumente der Hirnforschung. Doch eine neue, im angesehenen Fachmagazin Nature Neuroscience veröffentlichte Studie stellt die bislang gebräuchliche Interpretation der gewonnenen Daten bezüglich der neuronalen Aktivität grundsätzlich in Frage. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen haben die nun am Uniklinikum Erlangen und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wirkenden Forschenden Dr. Samira Epp und Prof. Dr. Valentin Riedl anhand ihrer Studie darlegen können, dass es keinen generell gültigen Zusammenhang zwischen dem im MRT gemessenen Sauerstoffgehalt und neuronaler Aktivität gibt.

Dr. Konstantin Tziridis mit Forschungspreis 2025 ausgezeichnet

Dr. Konstantin Tziridis von der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie (Direktorin: Prof. Dr. Sarina Müller) des Uniklinikums Erlangen hat den Forschungspreis 2025 der Deutschen Stiftung Tinnitus und Hören Charité erhalten. Dr. Tziridis ist im Bereich Experimentelle HNO-Heilkunde tätig. Den Preis erhielt er für seine Arbeit „A Single Dose of AC102 Reverts Tinnitus by Restoring Ribbon Synapses in Noise-Exposed Mongolian Gerbils“, die 2025 im International Journal of Molecular Sciences veröffentlicht wurde.

Prof. Dr. Dr. Ferdinand Knieling besetzt eine von drei neuen Professuren

Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) hat in diesem Jahr wieder drei Else Kröner Clinician Scientist Professuren vergeben. Damit stärkt sie Ärztinnen und Ärzte, die klinische Versorgung und wissenschaftliche Forschung auf höchstem Niveau verbinden. Jede Professur ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert und auf maximal zehn Jahre angelegt. Eine von ihnen hat ab jetzt Prof. Dr. Dr. Ferdinand Knieling inne, Oberarzt der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Uniklinikums Erlangen.

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Biofabrikation bis 2029

Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft e. V. geförderte Transregio-Sonderforschungsbereich SFB/TRR 225 „Von den Grundlagen der Biofabrikation zu funktionalen Gewebemodellen“ an den Universitäten Würzburg (Sprecherhochschule), Erlangen und Bayreuth wird bis 2029 fortgeführt. Das Konsortium entwickelt hochautomatisierte 3-D-Druckverfahren weiter, um menschliche Gewebemodelle mit klar definierten biologischen Funktionen präzise herzustellen. In Nordbayern ist dadurch ein international anerkanntes Kompetenzcluster für Biofabrikation entstanden. Das Uniklinikum Erlangen und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, vertreten durch die Plastisch- und Handchirurgische Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch), erhalten nun im Rahmen der dritten Förderperiode 4,7 Millionen Euro.

16. Oppenheim-Förderpreis in der Kategorie „Klinik“ geht nach Erlangen

Dr. Thanos Tsaktanis von der Neurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab) des Uniklinikums Erlangen wurde mit dem 16. Oppenheim-Förderpreis für innovative Multiple-Sklerose-Forschung der Novartis Pharma GmbH ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die Übergabe fand im Rahmen eines Symposiums anlässlich der Jahrestagung 2025 der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin statt. Dr. Tsaktanis erhielt die Ehrung für seine Studie mit dem Titel „Multimodales Monitoring und Immunmodulation bei progredienter MS: von der Biobank zur personalisierten Therapie“.

Ärztin erhält Posterpreis für Forschung zu Endometriose-Phänotypen

Dr. Louisa Hofbeck, Ärztin an der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen, wurde für ihre aktuelle wissenschaftliche Arbeit mit einem Posterpreis ausgezeichnet. Die angehende Gynäkologin erhielt die Ehrung im Rahmen des 16. Endometriosekongresses deutschsprachiger Länder Mitte November in Freiburg. Prämiert wurden nur drei der über 50 eingereichten Abstracts. In ihrer Studie „Von der Klinik zum Phänotyp: Charakterisierung endometriosetypischer Erscheinungsbilder“ untersuchte Dr. Hofbeck gemeinsam mit einem Team des Universitäts-Endometriosezentrums Franken (Sprecher: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann), welche Beschwerden bei den verschiedenen Erscheinungsformen der Endometriose auftreten und mit welcher Intensität die Symptome von Frau zu Frau variieren können. Die Ergebnisse helfen nun dabei, Beschwerden besser einzuordnen und die Therapie individueller auf die Patientinnen abzustimmen – sei es medikamentös, operativ oder im Rahmen einer multimodalen Behandlung.

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