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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Erlanger Forschende entschlüsseln, wie das Vitamin die Immunabwehr positiv beeinflusst

Ein Mangel an Vitamin D3 kann unter anderem bei Menschen mit allergischem Asthma zu schwereren Symptomen führen – das ist aus Studien bekannt. Doch wie genau dieses Vitamin die zelluläre Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst, ist bislang nicht vollständig geklärt. Ein Forschungsteam der Molekular-Pneumologischen Abteilung (Leiterin: Prof. Dr. Dr. Susetta Finotto) des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zeigte nun erstmals, wie die Einnahme von Vitamin D3 die zelluläre Entzündungsreaktion bei allergischem Asthma verändert und die Asthma-Symptomatik verbessern kann.

Forschende untersuchen die Rolle des Botenstoffes TGF-beta bei Erkältungskrankheiten

Welche Rolle nehmen sogenannte natürliche Killerzellen (NK) bei der Abwehr gegen Rhinoviren ein? Mit dieser Frage hat sich Susanne Krammer, Doktorandin am Uniklinikum Erlangen, beschäftigt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Susetta Finotto, Leiterin der Molekular-Pneumologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen, untersucht die Pharmazeutin die Immunantwort von peripheren Blutzellen bei Rhinovirus-Infektionen im Rahmen einer Studie über Asthma-Pathogenese und Exazerbation in Zusammenarbeit mit PD Dr. Sabine Zirlik aus der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath).

Therapie von Kriegsverletzungen erfordert Erfahrung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine im Februar 2022 sind 96 ukrainische Patientinnen und Patienten über den Kleeblattmechanismus (s. u.) nach Bayern transportiert worden. Von den Flughäfen in Nürnberg und Memmingen aus wurden sie in verschiedene Kliniken des Freistaats gebracht – 13 von ihnen ins Uniklinikum Erlangen. Hier wurden bislang 11 ukrainische Soldaten und 2 Tumorpatienten behandelt, u. a. in der Unfallchirurgischen und Orthopädischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Mario Perl), der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro) und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. Marco Kesting). Zudem haben private Initiativen weitere Patientinnen und Patienten, darunter auch Kinder, ans Uniklinikum Erlangen vermittelt. Weil Kriegsverletzungen oft multipel und die Therapien anspruchsvoll und komplex sind, bedarf es einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit.

Prof. Dr. Roland C. E. Francis ist neuer Direktor der Anästhesiologischen Klinik des Uniklinikums Erlangen

Fast 20 Jahre lang ist Prof. Dr. Roland C. E. Francis der Charité – Universitätsmedizin Berlin treu geblieben. Doch nun wechselte der gebürtige Berliner ans Uniklinikum Erlangen. Hier folgt er als neuer Direktor der Anästhesiologischen Klinik Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler nach. „Erlangen hat für mich alles, was ich mit einer sicheren Zukunft verbinde“, erklärt Roland Francis und meint damit eine solide Förderung wissenschaftlicher Projekte und ideale Forschungsbedingungen für Clinician Scientists – also für Ärztinnen und Ärzte, die parallel zur Patientenversorgung auch forschen.

Bürgervorlesung informiert über die Anfänge der Anästhesie und die Entwicklung bis hin zur Moderne

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, Frühgeborene ohne ausreichende Betäubung zu operieren – in dem Glauben, kleine Kinder würden noch keine Schmerzen spüren. Blicken wir weiter in die Geschichte zurück, stellen wir schnell fest, dass das Feld der modernen Anästhesie gemessen an der Zeit der Gesamtentwicklung des Menschen insgesamt noch recht jung ist: Die erste Äthernarkose wurde in den 1840er-Jahren in den USA durchgeführt. Weitere spannende Fakten und Anekdoten schildert Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler, Direktor der Anästhesiologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, in seinem Vortrag „175 Jahre Narkose in Erlangen – vom Äther-Rausch zur modernen Anästhesie“ am Montag, 23. Mai 2022, ab 18.15 Uhr. Der Eintritt zur Bürgervorlesung in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18, ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am Uni-Klinikum Erlangen gilt bei Veranstaltungen derzeit eine FFP2-Maskenpflicht sowie die 2G-Regel. Ausführliche Informationen und die aktuelle Zutrittsregelung sind unter www.uker.de/bvl zu finden.

Einladung zu den 25. Erlanger Notfallmedizinischen Tagen am 29./30.04.2022

Zeit ist in einem medizinischen Notfall einer der entscheidenden Faktoren: Wie schnell kommt Hilfe? Wie lange dauert der Transport ins Krankenhaus? Wann ist die Patientin bzw. der Patient außer Lebensgefahr? Deswegen steht auch die Notfallmedizin selbst nie still: Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst, Notärztinnen und -ärzte sowie Pflegefachkräfte ist es selbstverständlich, sich kontinuierlich fort- und weiterzubilden. Eine deutschlandweit renommierte Veranstaltung auf diesem Gebiet sind die Erlanger Notfallmedizinischen Tage – organisiert von der Anästhesiologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler) des Universitätsklinikums Erlangen und den Erlanger Hilfsorganisationen –, deren 25-jähriges Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird. Zum Jubiläumskongress mit dem Thema „Neues in der Notfallmedizin“ werden am Freitag/Samstag, 29./30. April 2022, rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet in Erlangen erwartet. Auch die Öffentlichkeit hat wieder die Möglichkeit, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen und einen Blick in unterschiedliche Rettungsfahrzeuge zu werfen: Die Ausstellung der Hilfsorganisationen auf dem Rathausplatz und im Foyer der Heinrich-Lades-Halle ist von 8.30 bis 16.00 Uhr für alle Interessierten frei zugänglich. Bitte beachten Sie die 2G-Regel und halten Sie Abstand.

Prof. Schüttler für seinen Einsatz während der COVID-19-Pandemie mit italienischem Orden geehrt

Seit dem Frühjahr 2020 beherrscht die Coronapandemie die Welt. In Europa lag das Epizentrum zu Beginn vor allem in Norditalien rund um die Stadt Bergamo. Dort kam es aufgrund der hohen Fallzahlen schnell zur Überlastung des Gesundheitssystems. Wichtige Unterstützung in diesen äußerst schwierigen Zeiten erhielt Italien unter anderem von Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler, Direktor der Anästhesiologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. Dank seines unermüdlichen Einsatzes mit viel Kommunikations- und Koordinationsarbeit konnten schwerstkranke italienische COVID-19-Patientinnen und -Patienten zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden. Sein beherztes Engagement honorierte die italienische Regierung nun mit der Offiziersstufe (Ufficiale) des Ordens „Stern von Italien“ (Ordine della Stella d’Italia).

Forschende des Universitätsklinikums Erlangen untersuchen die immunregulatorische Rolle von Interleukin-3

Der vom Körper produzierte Botenstoff Interleukin-3 galt bei Asthma bronchiale bislang als entzündungsfördernd. Ein Forschungsteam der Molekular-Pneumologischen Abteilung (Leiterin: Prof. Dr. Dr. Susetta Neurath-Finotto) des Universitätsklinikums Erlangen zeigt nun erstmals, dass sich die Gabe von Interleukin-3, kurz IL-3, positiv auf die chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung auswirken kann.

Erlanger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Raumluft zur Asthmabekämpfung bei Kindern

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Molekular-Pneumologischen Abteilung (Leiterin: Prof. Dr. Dr. Susetta Finotto) des Universitätsklinikums Erlangen untersuchen im Rahmen eines neuen EU-Projektes die Raumluft von Schulklassen. Die Forscherinnen und Forscher wollen Schadstoffe identifizieren, die bei Kindern zu Asthma führen können. Das Projekt SynAir-G wird in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 6,6 Millionen Euro gefördert.

Forschungsteam des Uni-Klinikums Erlangen zeigt die Bedeutung des Signalproteins RANTES

Das Chemokin RANTES, ein Signalprotein, das unter anderem dazu beiträgt, bestimmte Zellen des Immunsystems ins Lungengewebe zu locken, scheint einen antientzündlichen Effekt auf die Erkrankung Asthma bronchiale zu haben. Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Dr. Susetta Finotto, Leiterin der Molekular-Pneumologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, und Doktorandin Nina Li.

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