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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Bürgervorlesung informiert über die unterschiedlichen Arten der häufigen psychischen Störung

Angst ist eine evolutionsbedingte Schutzfunktion des Körpers: Das Herz schlägt schneller, die Sinne sind schärfer und das Gehirn entscheidet innerhalb weniger Sekunden über Angriff oder Flucht. Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens einmal Angst – die Gründe dafür sind vielfältig. Kommt dieses Gefühl allerdings gehäuft vor, beeinträchtigt das die Lebensqualität von Betroffenen deutlich. Oft liegt dann eine psychische Störung vor. In welchen Formen sich Angsterkrankungen zeigen, wie entsprechende Symptome erkannt und wie sie behandelt werden können, darüber spricht Prof. Dr. Johannes Kornhuber, Direktor der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung. Der Vortrag wird aufgezeichnet und steht für alle Interessierten ab Montag, 10. Mai 2021, kostenfrei zum Abruf sowie zum Download bereit.

DGLN-Jahrestagung vereint rund 250 Experten aus dem In- und Ausland in Erlangen

„Unsere Patienten können keinen Schritt zurück gehen, deswegen müssen wir der Demenz ein paar Schritte voraus sein“, sagt Prof. Dr. Piotr Lewczuk, Leiter des nach DIN EN ISO 15189 akkreditierten Labors für Klinische Neurochemie und Neurochemische Demenzdiagnostik in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen. Was kaum jemand weiß: Sein Labor gehört zu den weltweit führenden auf dem Gebiet der neurochemischen Diagnostik neurodegenerativer Erkrankungen. Gemeinsam mit seinem Team verfolgt Prof. Lewczuk das Ziel, die Alzheimer-Krankheit u. a. anhand des Nervenwassers (Liquor) möglichst frühzeitig zu diagnostizieren, damit sich Betroffene im Idealfall lange vor dem Auftreten erster Symptome beraten lassen und den Verlauf ihrer Erkrankung positiv beeinflussen können. Am 7. und 8. Mai 2021 sind die Erlanger Experten Gastgeber der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e. V. (DGLN). Rund 250 Spezialisten aus dem In- und Ausland tauschen sich unter Erlanger Federführung online über neueste Erkenntnisse aus und entwickeln gemeinsam neue Perspektiven für Forschung und Patientenversorgung.

Pflege - Nicht nur Belastung, sondern auch Bereicherung? Über zwei Drittel der Pflegebedürftigen in Bayern werden zuhause gepflegt, zumeist von Angehörigen. Doch profitieren die pflegenden Angehörigen auch von dieser oft physisch und psychisch belastenden Aufgabe – und wenn ja, wie? Diese Frage beantwortet die Studie „Benefits of being a caregiver“ des Universitätsklinikums Erlangen, die der MDK Bayern unterstützt hat. Die Ergebnisse zeigen: 86 % der pflegenden Angehörigen sehen die häusliche Pflege auch als Bereicherung. Insgesamt 15 „benefits“ der Pflege werden in der Studie den Belastungen und Verarbeitungsstrategien gegenübergestellt und ermöglichen so einen ganz neuen Blick auf die Situation pflegender Angehöriger.

digiDEM Bayern bietet kostenlosen, digitalen Hörtest an

Wenn das Gehör schlechter wird, wirkt sich das auf viele Lebensbereiche der Betroffenen aus. Im mittleren Alter ist Schwerhörigkeit einem aktuellen Bericht der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ zufolge sogar der bedeutsamste veränderbare Risikofaktor für die Entstehung einer Demenz. Acht Prozent aller Demenzerkrankungen sind demnach auf Schwerhörigkeit zurückzuführen. Da eine rechtzeitige Behandlung – wie das Tragen von Hörgeräten – das Demenzrisiko verringern kann, ist die Früherkennung einer Hörminderung besonders wichtig. Das Forschungsprojekt digiDEM Bayern, an dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen beteiligt sind, bietet daher als präventive Maßnahme einen digitalen Hörtest an.

digiDEM Bayern bietet kostenlosen, anonymen Online-Selbsttest für pflegende Angehörige an

Gesünder leben, besser auf sich achten – das nehmen sich zum Jahresbeginn viele Menschen vor. Für eine Personengruppe ist das jedoch besonders schwierig: Pflegende Angehörige denken häufig zu wenig an sich selbst. Dabei sind gerade sie oftmals hohen Belastungen ausgesetzt. Um ihnen die eigene Situation bewusst zu machen, hat das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern ein neues, kostenloses Online-Angebot entwickelt: die Angehörigenampel. An der Entwicklung maßgeblich beteiligt waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen. Die Angehörigenampel umfasst zehn Fragen, die sich binnen weniger Minuten durch Ankreuzen beantworten lassen, und ist auf der Website von digiDEM Bayern zu finden.

Bürgervorlesung informiert über Denkmodelle, die bei Burn-out oder Depression helfen können

„Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat“ – dieser Auszug aus dem Matthäus-Evangelium beschreibt eine Art Aufwärtsspirale: Viel zitierte Fachartikel werden demnach immer noch häufiger zitiert, und wer erfolgreich in seinem Job ist, wird immer noch erfolgreicher. Dieser „Matthäus-Effekt“ ist neben dem Pareto-Prinzip (80-zu-20-Regel) und dem Eisenhower-Prinzip zur Kategorisierung anstehender Aufgaben ein Beispiel für mentale Modelle. Was genau mentale Modelle sind, wie wir sie nutzen können und inwieweit diese Denkmuster in der Psychotherapie Anwendung finden, darauf geht Prof. Dr. Johannes Kornhuber, Direktor der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung „Psychotherapie mit ‚mentalen Modellen‘“ genauer ein. Der Vortrag steht ab heute unter www.uker.de/bvl online zum Abruf sowie zum Download bereit.

Einladung zur Online-Veranstaltung mit Erlanger Experten und Staatsministerin Melanie Huml am 24.09.2020

Wie unter einem Brennglas zeigte sich während der Coronavirus-bedingten Kontaktbeschränkungen, wie groß der Bedarf an digitalen Lösungen gerade auch in der Versorgung von Menschen mit Demenz ist. „Daher haben wir unseren digitalen Ansatz noch weiter geschärft“, betont Prof. Dr. Elmar Gräßel, Leiter des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Digitales Demenzregister Bayern“ arbeitet er gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch und Prof. Dr. Peter Kolominsky-Rabas von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg intensiv daran, die Versorgung von Menschen mit Demenz und pflegenden Angehörigen mit digitalen Angeboten zu verbessern. Am kommenden Donnerstag, 24. September 2020, laden die Experten alle Interessierten zu einer Online-Veranstaltung ein. „Wir möchten über unsere bisherigen Erfahrungen und über neue Wege im Projektverlauf informieren“, so Prof. Gräßel.

Studie erforscht Wirksamkeit der TaKeTiNa-Rhythmustherapie bei Depressionen – Teilnehmer gesucht

Kann die Rhythmus- und Musiktherapie „TaKeTiNa“ die Symptome von depressiven Patienten lindern und womöglich sogar das Immunsystem stärken? Das erforscht eine neue Studie der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen. Die Untersuchung startet im Oktober 2020. Erste Informationsveranstaltungen für Interessierte finden im September 2020 statt.

Überzeugende Ergebnisse der Studie „Klettern und Stimmung“ – Boulderpsychotherapie für ambulante Patienten mit Depression langfristig wirksam

Körperliche Aktivität gehört zu den wirksamsten Methoden in der Therapie von Menschen mit Depression. Im Vergleich zu Psychotherapie und medikamentöser Behandlung ist sie weniger stigmatisiert und wirkt sich zudem positiv auf die körperliche Verfassung der Erkrankten aus. Diese Vorteile bildeten den Ausgangspunkt für „Klettern und Stimmung“ der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen. Im Rahmen dieses Projekts entwickelten die Wissenschaftler den neuen Ansatz der Boulderpsychotherapie. Nach den Ergebnissen der Pilotstudie liegen nun auch die Ergebnisse der groß angelegten Folgestudie vor. Diese zeigen: Die Boulderpsychotherapie ist deutlich wirksamer als eine körperliche Aktivierung allein und mindestens genauso wirksam wie der Goldstandard in der Depressionsbehandlung, die Verhaltenstherapie. Hinzu kommt: Die positiven Effekte können nach der Therapie mindestens ein Jahr lang aufrechterhalten werden!

Erlanger Geruchsforscherinnen beteiligt an internationalem Konsortium und weltweiter Studie

Sie schmecken nichts mehr und sie riechen nichts mehr: In den vergangenen Wochen mehrten sich die Hinweise, dass das Coronavirus bei Erkrankten zeitweise den Geruchs- und den Geschmacksinn ausschaltet. Das Global Consortium for Chemosensory Research (GCCR), ein Konsortium von mehr als 400 Wissenschaftlern aus aller Welt, hat jetzt eine breit angelegte Online-Studie gestartet, die erfassen soll, wie COVID-19-Patienten den Verlust von Geruch und Geschmack, aber auch eine Veränderung des sensitiven Empfindens im Mund während der Erkrankung erleben. Vonseiten des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) arbeiten Prof. Dr. Jessica Freiherr, Inhaberin der Professur für Neurowissenschaften der sensorischen Wahrnehmung an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber), und Prof. Dr. Andrea Büttner, Inhaberin des Lehrstuhls für Aroma- und Geruchsforschung, an der Untersuchung mit.

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