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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt interdisziplinäres Forschungsprojekt für eine frühe Diagnostik von Organabstoßungen

Mit einer Fördersumme von 32.000 Euro unterstützt die Fürther Manfred-Roth-Stiftung ein interdisziplinäres Forschungsprojekt des Uniklinikums Erlangen, das die Lebensqualität von organtransplantierten Kindern und Jugendlichen verbessern soll. „Wir wollen eine Diagnostik entwickeln, die eine potenzielle Abstoßung des Spenderorgans bereits frühzeitig erkennt, sodass die Dosis der lebenslang einzunehmenden immununterdrückenden Medikamente reduziert werden kann“, erläutert Projektleiter Dr. Andreas Limmer. Der Biologe und Arbeitsgruppenleiter der Herzchirurgischen Klinik erarbeitet diesen neuen Forschungsansatz gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten sowie einem weiteren Biologen in verschiedenen Bereichen des Uniklinikums Erlangen. Beteiligt sind neben der Herzchirurgie Forschende der Kinder- und Jugendklinik und der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie sowie des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg. „Unser langfristiges Ziel ist es, am Uniklinikum eine interdisziplinäre Forschungsgruppe für Transplantationswissenschaft zu initiieren“, betont Dr. Limmer. Die 32.000-Euro-Spende an die Forschungsstiftung Medizin stockt das Uniklinikum Erlangen im Rahmen seines Matching-Funds-Programms auf insgesamt 40.320 Euro auf.

Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg setzt neue Maßstäbe mit minimalinvasiver Technik – maximal schonendes OP-Verfahren bei Lebendnierentransplantationen

Vor fast 60 Jahren wurde am Uniklinikum Erlangen die erste Lebendnierentransplantation durchgeführt. Seit knapp zehn Jahren ist hier die minimalinvasive Organentnahme Standard. Nun folgte am Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg (Sprecher: Prof. Dr. Robert Grützmann) ein weiterer medizinischer Meilenstein: Im Juli 2025 fand die erste roboterassistierte Lebendnierentransplantation mit dem Da-Vinci-Operationssystem statt. Zukünftig soll dieses Verfahren medizinisch geeigneten Lebendnierenempfängerinnen und -empfängern standardmäßig angeboten werden. „Mit der roboterassistierten Nierentransplantation erweitern wir das Behandlungsspektrum des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg um eine weitere maximal schonende Operationstechnik und verbessern dadurch die Versorgungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten signifikant“, betont PD Dr. Hendrik Apel, leitender Oberarzt der Urologischen und Kinderurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Bernd Wullich) des Uniklinikums Erlangen, der die erste Transplantation dieser Art in Erlangen durchführte.

Roland P. spendete seiner Frau mit 74 Jahren eine Niere – die 500. Lebendnierenspende am Uniklinikum Erlangen

Im Alter von 40 Jahren erkrankte Sieglinde P. an IgA-Nephritis – einer unheilbaren Nierenerkrankung, die mit einer fortschreitenden Einschränkung der Nierenfunktion einhergeht. Lange Zeit lebte die Wahl-Mittelfränkin trotz der chronischen Entzündung weitgehend beschwerdefrei. Doch 2024 kam es zur Wende: Die Nierenfunktion verschlechterte sich zunehmend; 30 Jahre nach der Diagnose musste die Patientin nun mehrmals wöchentlich an die Dialyse angeschlossen werden. Die einzige Alternative: eine Nierentransplantation. Aber Sieglinde P. zeigte sich zunächst skeptisch. „Die Wartezeit für ein Spenderorgan beträgt acht bis neun Jahre – das bringt mir in meinem Alter doch nichts mehr! So dachte ich damals“, erinnert sie sich heute. Als das Team des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg (Sprecher: Prof. Dr. Robert Grützmann) am Uniklinikum Erlangen schließlich eine Lebendnierenspende vorschlug, war ihr Ehemann Roland P. jedoch fest entschlossen: „Ich hatte in meinem Leben viel Glück und war nie ernsthaft krank. Also dachte ich mir: Wenn es medizinisch möglich ist, möchte ich meiner Frau eine meiner Nieren spenden.“ Gesagt, getan – die Vorbereitung, die Organentnahme und die anschließende Transplantation gelangen. Bereits wenige Tage nach dem Eingriff können Roland und Sieglinde P. jetzt das Krankenhaus verlassen. Anlässlich des diesjährigen Tags der Organspende möchte das Ehepaar aus dem Landkreis Fürth anderen Betroffenen mit seiner Geschichte Mut machen.

Deutsche Fachgesellschaft würdigt wissenschaftliche Leistungen am Uniklinikum Erlangen

Insgesamt vier Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) wurden im Rahmen der DGfN-Jahrestagung 2023 an Forschende des Uniklinikums Erlangen verliehen: PD Dr. Agnes Bosch, Ärztin der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie (Direktor: Prof. Dr. Mario Schiffer) des Uniklinikums Erlangen, erhielt den DGfN-Preis für Hypertonie-Forschung 2023. Mit je einem wissenschaftlichen Posterpreis für herausragende Forschungsarbeiten wurden der Wissenschaftler Dr. Andre Kraus und die Ärztin Dr. Kristina Rodionova (beide Medizin 4) sowie Linda Hagmayer, Doktorandin in der Nephropathologischen Abteilung (Leiterin: Prof. Dr. Kerstin Amann) des Uniklinikums Erlangen, geehrt.

Neue Studie für Wartelistenpatientinnen und -patienten

In der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie (Direktor: Prof. Dr. Mario Schiffer) des Uniklinikums Erlangen ist das neue Projekt „Smart & Fit für die Nierentransplantation“ gestartet. Es soll bis Ende 2025 laufen und schließt an das Forschungsprojekt „Fit für die Nierentransplantation durch Rehabilitation“ an, das 2022 den Erlanger Medizinpreis gewann.

Bürgervorlesung am 10. Juli 2023 über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Nierentransplantation

Antike Mythen und Legenden umranken den Wunsch des Menschen, verletzte oder verlorene Körperteile einfach auszutauschen. Bereits 500 v. Chr. führten altindische Heiler Eigenhauttransplantationen durch, Anfang des 20. Jahrhunderts experimentierten Medizinerinnen und Mediziner mit Verpflanzungen der Niere. Berliner Chirurgen führten 1963 schließlich die erste erfolgreiche Nierentransplantation in Deutschland durch – drei Jahre später folgte die bayernweite Premiere am Uniklinikum Erlangen. Wie sich das Verfahren im Laufe der Zeit entwickelt hat, was die Transplantationsmedizin heute leistet und wie ihre Zukunft aussehen könnte, darauf geht Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uniklinikums Erlangen, in seiner Bürgervorlesung „Transplantation der Niere: Past – Present – Future“ am Montag, 10. Juli 2023, ab 18.15 Uhr ein.

57-Jährigem werden simultan eine Bauchspeicheldrüse und eine Niere transplantiert: Jetzt will er andere Menschen zur Organspende motivieren

„Ich bin so unglaublich dankbar, dass diese verstorbene junge Frau ihre gesunden Organe gespendet und mir damit das Leben gerettet hat.“ Wenn Michael Heiden von seiner Transplantation am 1. Dezember 2022 erzählt, strahlt er immer wieder über das ganze Gesicht. Bei dem fünfstündigen Eingriff im Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg am Uniklinikum Erlangen (Sprecher: Prof. Dr. Michael Weyand) wurden dem 57-Jährigen zeitgleich die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und die Niere einer Spenderin transplantiert. Nach 35 Jahren mit gesundheitlichen Einschränkungen als Typ-1-Diabetiker und drei Jahren Bauchfelldialyse kann er jetzt wieder sportlich aktiv sein. Sein Ziel ist es, beim Corza Medical Organspendelauf, für den am 25. April 2023 in München der Startschuss fällt, die 10-Kilometer-Distanz zu bewältigen: „Ich laufe mit, um darauf aufmerksam zu machen, wie dringend Spenderorgane gebraucht werden.“ Wie in ganz Deutschland ist auch auf der Warteliste des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg der Bedarf an Spenderorganen groß: „Aktuell betreuen wir mehr als 400 Menschen, die wir bei Eurotransplant gemeldet haben und deren Leben von einer baldigen Herz-, Nieren- oder Pankreasspende abhängt“, betont Oberärztin Dr. Katharina Heller, die die Geschäftsstelle des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg am Uniklinikum Erlangen leitet. Sie wird dem erfolgreich transplantierten Michael Heiden künftig regelmäßig bei dessen Nachsorgeuntersuchungen begegnen.

Dr. Katharina Heller erhält Bayerischen Ehrenpreis zur Förderung der Organspende

Fehlende Aufklärung hält viele Menschen davon ab, sich bewusst für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und dies auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Diesem Missstand begegnet das Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg (Sprecher: Prof. Dr. Michael Weyand) am Uniklinikum Erlangen seit 2005 mit einem mehrmals jährlich stattfindenden kostenlosen Seminar für Schulen im Rahmen des Projekts „Schulen in die Transplantationszentren!“. „Wir möchten gerade die 14- bis 16-jährigen Jugendlichen aus erster Hand über die Themen Organspende und Transplantation informieren, da sie sich laut aktueller Umfragen am wenigsten aufgeklärt fühlen“, erläutert Dr. Katharina Heller, Leiterin der Geschäftsstelle des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg. Für ihr langjähriges Engagement wurde die Oberärztin der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie (Direktor: Prof. Dr. Mario Schiffer) des Uniklinikums Erlangen jetzt mit dem Bayerischen Ehrenpreis zur Förderung der Organspende der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gewürdigt. Die Preisverleihung fand im Rahmen der 20. Jahrestagung der bayerischen Transplantationsbeauftragten durch den Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek in München statt.

Nachsorgeprojekt smartNTx erhält Förderung über 5,7 Millionen Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation warteten zum Stichtag 31.12.2021 knapp 6.600 Menschen in der Bundesrepublik auf eine Spenderniere. Demgegenüber stehen rund 1.900 transplantierte Nieren im Jahr 2021. Diese ungleiche Rechnung lässt sich nur lösen, wenn sich einerseits mehr Leute für eine Organspende entscheiden und wenn sich andererseits die Lebensdauer der transplantierten Nieren verlängert. Genau hier setzt das Projekt smartNTx an, das ein Konsortium unter Führung des Uniklinikums Erlangen und unter Beteiligung des Universitätsklinikums Essen, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) Berlin ins Leben gerufen hat. SmartNTx wird nun mit 5,7 Millionen Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert und wird heute (29.09.2022) auf der 31. Jahrestagung der Deutschen Transplantations-Gesellschaft e. V. (DTG) in Erlangen vorgestellt.

Niere des Bruders hilft schwer kranker Pflegefachkraft – DTG-Tagung 2022 in Erlangen thematisiert Bedeutung von Lebendspenden

Endlich kannte Irmgard Haack die Ursache für die zahlreichen Beschwerden, unter denen sie seit Langem litt: Im Sommer 2014 wurde bei ihr eine schwere Vaskulitis diagnostiziert – das ist eine chronische Gefäßentzündung, bei der das Immunsystem die Blutgefäße angreift. Bei der zum Zeitpunkt der Diagnose 51-jährigen Pflegefachkraft waren neben der Lunge, den Ohren, der Nase und der Haut vor allem ihre Nieren betroffen und das zuletzt so massiv, dass Ende 2021 die Entscheidung für eine Dialyse alternativlos war. Jetzt, im September 2022, bekam Irmgard Haack von ihrem drei Jahre jüngeren Bruder im Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg (Sprecher: Prof. Dr. Michael Weyand) am Uniklinikum Erlangen eine seiner Nieren. Ein außergewöhnlicher Eingriff, da die Blutgruppen der beiden Geschwister nicht übereinstimmen. „Wir arbeiten im Fall einer Lebendspende mit inkompatiblen Blutgruppen mit einem sehr effektiven Verfahren, bei dem eine einmalige medikamentöse Infusion mit mehreren Blutwäschen kombiniert wird“, berichtet Dr. Katharina Heller, Leiterin der Geschäftsstelle des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg. Patientinnen und Patienten mit besonderen Fallgeschichten wie jener von Irmgard Haack stehen im Fokus der 31. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft e. V. (DTG), die vom 29. September bis zum 1. Oktober 2022 in Erlangen unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uniklinikums Erlangen, stattfindet.

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